AWO TRIALOG TAGESSTÄTTEN
für Menschen mit einer seelischen Behinderung



Die Grundlage der Arbeit in der Tagesstätte ist die Integration und Verselbständigung von seelisch behinderten Menschen im Sinne der Eingliederungshilfe gemäß §97 Abs. 2 SGB XII, §§ 53 ff  SGB XII in Verbindung mit §19 und §92.

Die Tagesstätte bietet alltagspraktische, tagesstrukturierende und fördernde Hilfen an. Die TeilnehmerInnen sollen durch sie eine möglichst große Selbständigkeit wiedererlangen und sicher in der Bewältigung der täglichen Anforderungen werden. Krisensituationen und Phasen der Motivationslosigkeit sollen ohne (erneute) stationäre Behandlung überwunden und so einer Chronifizierung entgegengewirkt werden.

Für wen ist Trialog da?

  • Sie sind von einer seelischen Erkrankung betroffen…
  • Sie sind schon häufiger in einem psychiatrischen Krankenhaus behandelt worden…
  • Sie stehen kurz vor einer Entlassung aus einer stationären Behandlung und wissen nicht, wie es weitergeht…
  • Sie haben Schwierigkeiten bei der Gestaltung Ihre Tages- und Wochenablaufs…
  • Sie wünschen sich eine Unterstützung, um im Alltag wieder selbstständiger und belastbarer zu werden…
  • Sie möchten zusammen mit anderen Menschen Freizeit- und Kontaktmöglichkeiten wiederentdecken…

…dann kann Ihnen die Trialog Tagesstätte Unterstützung anbieten.

Unser Angebot
Sie nehmen Montag bis Freitag an unserer Maßnahme teil. Im Rahmen eines Wochenprogramms, das mit Ihnen abgestimmt wird, nutzen Sie Gruppenangebote in den Bereichen

     Ergotherapie
     Handwerkliches und kreatives Arbeiten mit verschiedenen
     Materialien, Konzentrations- und Gedächtnistraining, auch
     nach eigenen Wünschen    


     Sozialtherapie
     Training der sozialen Fähigkeiten (Arbeiten im Team,
     Kommunikation, Kontaktfähigkeit u.a.), Gesprächsgruppen
     zu Themen Ihres Lebensalltags.       

     Lebenspraktisches Training
     Gemeinsames Einkaufen und Kochen, Bus fahren, Umgang
     mit Behörden usw.     


     Freizeitgestaltung
     Sport, Spiel, Besuche kultureller Veranstaltungen, Ausflüge
     usw.  



Darüber hinaus beraten und unterstützen wir Sie in der Tagesstätte bei Alltagsproblemen, in Krisensituationen und bei Behördenangelegenheiten.                                  

Unser Ziel
Sie entwickeln mit unserer Unterstützung wieder die Fähigkeit…

  • Kontakte zu anderen Menschen einzugehen
  • selbständiger im Alltag zu werden
  • durch Abbau von Ängsten selbstbewusster aufzutreten
  • Ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten
  • einen Einstieg in eine berufliche Wiedereingliederung zu finden

MitarbeiterInnen
Unser kompetentes und freundliches Team besteht aus acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (Diplom-Sozialpädagogen und Ergotherapeuten), die sich in zwei Tagesstättengruppen aufteilen.

Kosten
Die Kostenübernahme erfolgt in der Regel durch den Sozialhilfeträger. Bei einem höheren Einkommen oder Vermögen kann eine Zu- oder Selbstzahlung notwendig werden.

Wie kommen Sie zu uns?
Wenn Sie Interesse an der Tagesstätte haben, rufen Sie uns an oder bitten eine Vertrauensperson darum.

Wir vereinbaren dann mit Ihnen einen persönlichen Informationstermin, in dem Sie die Räumlichkeiten und das Konzept der Tagesstätte kennen lernen können.

Danach sind die Vereinbarung von Probetagen und eine spätere Aufnahme möglich.

Bei einer Aufnahme in der Tagesstätte ist Ihre Teilnahme verbindlich.

Haben Sie Rückfragen und Interesse?

Kontaktaufnahme
 
in Göttingen:
Trialog Tagesstätte
Stumpfebiel 11 -13
37073 Göttingen

Telefon: 0551 - 4886025
Telefax: 0551 - 4886029

E-Mail Kontakt: trialog@awo-goettingen.de

in Hann. Münden:
Trialog Tagesstätte
Lange Straße 102
34346 Hann. Münden
 
Telefon: 05541 - 9556852
Telefax: 05541 - 9556854

E-Mail Kontakt: trialog-hmue@awo-goettingen.de
 

Das Team der Trialog Tagesstätte Hann. Münden

in Duderstadt:
Trialog Tagesstätte
Auf der Spiegelbrücke 2 / Marktstr.15 - 17
37115 Duderstadt
 
Telefon: 05527 - 8497732
Telefax: 05527 - 8497735

E-Mail Kontakt: trialog-dud@awo-goettingen.de


Das Team der Trialog Tagesstätte Duderstadt

Neuigkeiten:

Trialog Tagesstätte Göttingen

In unserer AWO Trialog Tagesstätte Göttingen entstanden im Rahmen eines Projektes der Nachmittagsgruppe „Schatzkiste“ Keilrahmenbilder zum Thema „Blumenwiese“. Diese wurden von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in unterschiedlichen Techniken mit viel Engagement, Freude und Mut zur Farbe gestaltet.















Trialog Tagesstätte Duderstadt


Zeitungsartikel über den Infotag am 16.10.2013
"Es kann jeden treffen"
Von Telse Wenzel



Artikel aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 07. Juni 2012

„Wenn ich hier bin, fühle ich mich aufgehoben“
Von Ulrich Lottmann

„Wenn ich hier bin, fühle ich mich aufgehoben, verstanden, kann jederzeit jemanden ansprechen.“ Paula R. (Name geändert) ist Teilnehmerin in der Trialog-Tagesstätte in Duderstadt. Teilnehmer werden in der Einrichtung der Arbeiterwohlfahrt die psychisch Kranken genannt. Hier bekommen sie Hilfe in Krisensituationen und Unterstützung im Alltag.




Helfen Menschen mit seelischen Belastungen: Melanie Henze und Josef Mörz in der Trialog-Tagesstätte in Duderstadt.
© Vetter

Duderstadt. Wenn Paula R. sich in der Tagesstätte wohl fühlt, heißt das: sie kommt mit Gruppensitzungen zurecht, beteiligt sich am Konzentrationstraining, an Kreativwerkstatt, Koch- und Literaturgruppe, Sport- und Musikangeboten. Nach Schicksalsschlägen leidet Paula R. unter Depressionen, war nach einer Kur alleine zu Hause. In der Tagesstätte ist sie nun wochentags von 9 bis 15 Uhr in einen Wochenplan eingebunden, kommt mit Menschen zusammen. Struktur im Tagesablauf und Einbindung in die Gruppe sind wichtig, erläutert Josef Mörz, Leiter der Trialog-Einrichtungen im Landkreis. So wird den Teilnehmern Selbstsicherheit vermittelt, Selbständigkeit gefördert, werden sie wieder fit gemacht für den Beruf.

Seit zwei Jahren gibt es die Tagesstätte in Duderstadt. In der Zeit haben die meisten der bislang 25 Teilnehmer den Sprung zurück ins Arbeitsleben geschafft. Aktuell werden zehn seelisch Belastete in der Tagesstätte betreut. „Leider, wir haben 15 Plätze“, sagt Mörz. Das liege nicht am mangelnden Bedarf, ist er sicher. Aber: „In Duderstadt haben viele Angst, als psychisch Erkrankte wahrgenommen zu werden. Das ist in Göttingen und Hann. Münden nicht so“, sagt er mit Verweis auf die Tagesstätten dort.

Grund für Hemmungen

Verbundenheit und Zusammengehörigkeitsgefühl zeichneten die Menschen im Eichsfeld aus, „das ist eine tolle Sache, macht es aber auch schwierig“, vermutet er hier den Grund für Hemmungen vor dem Gang zur Tagesstätte. Dabei liege diese bewusst mitten in der Stadt. „Die Vorbehalte abzubauen, ist uns aber noch nicht richtig gelungen“, bedauert Mörz.

Auch für sie sei es zunächst nicht einfach gewesen, bestätigt Paula R. „Jetzt bin ich froh. Ich persönlich habe große Fortschritte gemacht.“ Mörz hört ihr ruhig zu, während sie berichtet. Ist Paula R. ein typischer Fall? „Wir haben hier nur besondere Fälle“, widerspricht er. Jeder habe spezifische Probleme. In die Tagesstätte kämen Angstpatienten, Menschen mit Depressionen, Suchtkranke. Sie alle müssten zusammenfinden, „das Leben findet in Gruppen statt“, erläutert Mörz das Konzept. Das alles geschehe freiwillig, sei Hilfe zur Selbsthilfe. Paula R. jedenfalls hat dabei festgestellt, dass sie manches richtig gut kann. „Und gestern haben wir überlegt, ob wir nicht eine Tanzgruppe aufmachen“, berichtet sie freudig.

Die Trialog Tagesstätte Duderstadt, Auf der Spiegelbrücke 2, ist montags bis freitags, 9 bis 15 Uhr, geöffnet. Kontakt: Telefon 05527 - 8497732.


Bürozeiten: 
Montag bis Freitag 9.00 - 15.00 Uhr
Referenz: